Samstag, 11. Juni 2011

Drei mutmaßliche Sony-Hacker in Madrid festgenommen

Drei mutmaßliche Sony-Hacker in Madrid festgenommen: Der spanischen Polizei ist offenbar ein Schlag gegen die Internetgruppierung "Anonymous" gelungen. Wie die Ermittler mitteilten, hätten sie in Barcelona, Valencia und Almería drei mutmaßliche Köpfe der spanischen Abteilung festgenommen.

Den Männern wird unter anderem zur Last gelegt auch an Angriffen gegen Sony beteiligt gewesen zu sein. Dabei teilte man jedoch nicht mit, um welche Angriffe es sich dabei konkret gehandelt haben soll. In den meisten deutschen Medien wird direkt eine Querverbindung zum PSN-Hack hergestellt, bei dem Millionen Kunden-Daten gestohlen worden. Anonymous leugnete bislang jede Beteiligung an der Aktion. Dazu sollte man bedenken, dass vor dem PSN-Hack auch ein Angriff von Anonymous auf Sony erfolgte. Es ist also nicht zwangsläufig klar, dass die PSN-Hacker gefasst sind.

Überdies werden den drei Männer weitere Angriffe im Internet vorgeworfen. Sie sollen Attacken auf die Seiten spanischer Behörden, mehrerer Banken, dem italienischen Energiekonzern Enel und der Regierungen von Ägypten, Algerien, Libyen, Iran, Chile, Kolumbien und Neuseeland geleitet bzw. initiiert haben.

Bei der Festnahme sei auch der Server eines der Männer beschlagnahmt worden. Von der Auswertung erwarten sich die Behörden offenbar weitere Erkenntnisse über Anonymous.

Man muss nicht gutheißen, was die Männer gemacht haben. Allerdings wehre ich mich gegen die Berichterstattung über dieses Thema in den deutschen Medien. Da findet sich zum Beispiel bei der FAZ im letzten Satz der Hinweis, dass die Männer sich für Wikileaks stark gemacht haben. Im Kontext liest sich das so, als sei Wikileaks furchtbar böse. Zu der vorschnell gezogenen Verbindung zum PSN-Hack habe ich mich ja schon geäußert.

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