Freitag, 10. Juni 2011

EHEC-Welle: Hinweise auf Übertragung durch Menschen

EHEC-Welle - Hinweise auf Übertragung durch Menschen: Auch wenn es gestern Anzeichen dafür gab, dass der Scheitel der EHEC-Welle in Deutschland überschritten ist, ist es für eine Entwarnung noch zu früh. Es ist noch immer sehr unklar, wie sich die Infektion ausbreiten konnte.

Immer noch unter Verdacht stehen die Sprossen aus einem Niedersächsischen Betrieb. Hier ist bislang aber noch kein labortechnischer Nachweis geglückt. Die Spur von Gurkenresten, die in einer Mülltonne in Magdeburg gefunden wurden und den EHEC-Erreger aufwiesen, hat sich dagegen wahrscheinlich im Sand verlaufen.

Aktuell zieht man auch ein weiteres Szenario in Betracht. Demnach könnte der Erreger auch stärker als bislang angenommen von Menschen übertragen worden sein. Wie die 'Hannoversche Allgemeinen Zeitung' berichtet, haben die hessischen Behörden Kenntnisse erlangt, wonach eine Mitarbeiterin einer Catering-Firma, die sich in Frankfurt mit dem Keim infiziert haben soll, Ende Mai 8 weitere Menschen infiziert haben könnte.

Der Verdacht geht nun dahin, dass die Frau den Keim auf das Essen übertragen hat und dieses dann von den Gästen einer Party verzehrt wurde und schließlich 8 Menschen erkrankten. Eine der erkrankten Personen habe angegeben, dass sie weder Gemüse noch Sprossen gegessen habe.

Sollte sich dieser Verdacht erhärten, wäre es eine Erklärung, wie sich die Infektion ohne ersichtliche Quelle weiter ausbreitet. Mal angenommen eine EHEC-Infektion würde bei einigen Menschen harmlos verlaufen, so wären diese Menschen dennoch in der Lage die Infektion zu verbreiten, ohne, dass sie es merken. Das Stichwort hierfür lautet 'Typhoid Mary'.

Zur besseren Übersicht habe ich hier mal noch eine Grafik über die EHEC-Welle eingebunden, die von Welt-Online zur Verfügung gestellt wird.



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