Sonntag, 12. Juni 2011

EHEC-Welle: Rund 100 Patienten benötigen neue Niere

EHEC-Welle - Rund 100 Patienten benötigen neue Niere: Ganz langsam flacht die Zahl der Neuinfektionen mit dem gefährlichen EHEC-Keim in Deutschland ab. Mit den Sprossen aus Niedersachsen hat man offenbar auch den Verursacher der Infektionswelle gefunden. Was bleibt sind die Analysen des Geschehenen, um auf künftige Ereignisse dieser Art besser vorbereitet zu sein.

Deshalb wird jetzt fieberhaft nach dem Weg gesucht, über dem die Keime auf die Sprossen kamen. Den Betrieb soll dabei keine Schuld treffen. Er habe hohe Hygiene-Standards angesetzt, hieß es gestern.

Betroffenen Patienten wird dies allerdings nur wenig helfen. Nach Einschätzungen von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wird es eine relativ große Zahl an Patienten geben, die entweder eine neue Niere brauchen oder ein Leben lang auf Dialyse angewiesen sein werden.

"Etwa 100 Patienten sind so stark nierengeschädigt, dass sie ein Spenderorgan brauchen oder lebenslang zur Dauerdialyse müssen", so Lauterbach in der 'Bild am Sonntag'. Bei diesen Patienten hätten die Keime demnach irreparable Schäden angerichtet.

Interessant sind auch noch die Aussagen Lauterbachs bezüglich der Meldung von Infektionen. Bisher sei es so gewesen, dass eine Krankenhaus einen EHEC-Fall an ein Gesundheitsamt vor Ort, dieses dann an das Landesgesundheitsamt und dieses wiederum an das Robert-Koch-Institut gemeldet hat. Dies habe etwa eine Woche gedauert. Lauterbach fordert nun: "Die Kliniken müssen in Zukunft jeden Ehec-Fall direkt per Mail an das Robert-Koch-Institut melden".

Das man moderne Kommunikation in diesen Fällen bislang noch nicht genutzt hat, ist in meinen Augen ein Skandal.

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