Mittwoch, 1. Juni 2011

Energiewende: RWE-Chef Jürgen Großmann klagt über unberechenbare Bundesregierung

Energiewende - RWE-Chef Jürgen Großmann klagt über unberechenbare Bundesregierung: Dass die von der Bundesregierung nun endlich auf den Weg gebrachte Energiewende den Bossen der Atomkonzerne nicht schmeckt, ist logisch und verdient eigentlich auch nur geringe Beachtung, wenn die Argumente mit denen die Atombosse jedoch über die Wende klagen ins satirische abschweifen, ist die Erwähnung schon aus komödiantischer Sicht notwendig.

Heute äußerte sich RWE-Chef Jürgen Großmann in der 'Bild'-Zeitung und ließ dabei kein gutes Haar an der Bundesregierung. "Die Frage nach der Berechenbarkeit muss man bei dieser Bundesregierung nicht nur in Energiethemen stellen. [...] Andere Länder beweisen, dass man dieses Thema ruhiger und sachlicher behandeln kann", sagte er.

Großmann bemängelte, dass man in Deutschland offenbar eine Energiezukunft ohne international agierende Energiekonzerne wolle. "Wir machen Experimente mit der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft - mit ungewissem Ausgang", so der RWE-Boss.

Ist das nicht witzig? Die Bundesregierung ist plötzlich unberechenbar, wenn sie einen Beschluss zurückdreht, der die Laufzeiten der AKW ohne Not um Jahr verlängert hätte. Davor war sie natürlich nicht unberechenbar, weil die Konzerne ja schon seit Jahren mit einer solchen Entscheidung gerechnet hatten.

Was die Zukunft ohne international agierende Energiekonzerne betrifft: Wenn dies nötig ist, um das Quasi-Monopol auf dem deutschen Energiemarkt zu brechen, dann wäre ich bereit, dies gerne in Kauf zu nehmen. Mal davon abgesehen, dass deutsche Energieunternehmen, wenn wir die Energiewende tatsächlich innerhalb von 10 Jahren schaffen, in 15 Jahren international gefragter denn je sein werden. Es ist lediglich fraglich, ob diese Unternehmen dann noch RWE oder E.on heißen werden.

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