Dienstag, 7. Juni 2011

Energiewende: RWE-Chef Jürgen Großmann schreibt Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel

Energiewende - RWE-Chef Jürgen Großmann schreibt Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel: Es mag seltsam erscheinen, wenn man liest, dass der Chef eines Konzerns einen persönlichen Brief an die Bundeskanzlerin schreibt, um sich über die Politik zu beschweren. Genau so ist es jetzt offenbar bei RWE-Chef Jürgen Großmann geschehen.

Der Manager beklagte sich bei Merkel offenbar über die von Kabinett gestern beschlossene Energiewende. Eine Sprecherin von RWE erklärte dazu, dass man die Befürchtung habe, vertraglich zugesicherte Reststrommengen durch die festgeschriebenen Abschaltdaten nicht mehr produzieren zu können.

Laut 'Financial Times Deutschland' monierte Großmann zusätzlich, dass die Abschaltdaten nicht nachvollziehbar seien. So müsse der Meiler Gundremmingen B bereits 2017 vom Netz, obwohl er nur wenige Monate vor Gundremmingen C ans Netz gegangen ist und ansonsten baugleich sei. Gundremmingen C solle aber erst 2021 abgeschaltet werden. Indirekt soll Großmann in dem Schreiben auch mit einer Klage drohen.

Vom Standpunkt eines Managers von einem Atomkonzern kann ich diesen Brief durchaus nachvollziehen. Nichtsdestotrotz sollte sich die Politik hier auf gar nichts einlassen und eiskalt kontern.

Beispielsweise wäre es ja denkbar, dass man Herrn Großmann freundlich erklärt, dass er seine AKW gerne länger laufen lassen kann. Allerdings wäre die Gesellschaft nach 2022 nicht mehr dazu bereit die Kosten der Entsorgung und Lagerung des Atommülls zu tragen. Außerdem müssten die AKWs dann entsprechend versichert werden, um im Falle eines GAU die entstandenen Schäden zahlen zu können. Ich glaube Großmann würde persönlich die Stecker seiner Kraftwerke ziehen.

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