Mittwoch, 8. Juni 2011

Finanzminister Schäuble will Umschuldung Griechenlands

Finanzminister Schäuble will Umschuldung Griechenlands: Noch vor einigen Wochen spielte das Wort "Umschuldung" bei den Gesprächen über die Schuldenkrise in Griechenland angeblich keine Rolle. Nun sprach sich mit Finanzminister Wolfgang Schäuble erstmals ein Politiker für diesen Schritt aus, dessen Wort großes Gewicht haben dürfte.

Laut "Welt" schrieb der Minister einen Brief an seine Amtskollegen innerhalb der Euro-Zone. Darin soll es heißen: "Wir stehen vor dem realen Risiko der ersten ungeordneten Staatsinsolvenz innerhalb der Euro-Zone".

Schäuble erwarte demnach eine substanzielle Ausweitung des Hilfspaket seitens der EU-Staaten, auch damit der IWF nicht aus den Hilfen aussteigt. Im Bezug auf die Umschuldung forderte der Finanzminister laut "Süddeutscher Zeitung", dass alle Gläubiger ihre derzeit gehaltenen Papiere in neue Schuldverschreibungen mit einer 7 Jahre längeren Laufzeit umtauschen sollen. Steuerzahler und private Investoren müssten zu fairen Anteilen an den Hilfen für Griechenland beteiligt werden.

Eine Rückkehr Griechenlands an den Kapitalmarkt im Jahr 2012 hält Schäuble dagegen offenbar für unrealistisch.

Der Brief könnte einen Wendepunkt in den Verhandlungen darstellen. Wenn Deutschland, das bekanntlich den größten Teil der Milliardenhilfen für Griechenland stemmt, eine Umschuldung fordert, dann wird man sich bei der EU darüber Gedanken machen müssen.

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