Mittwoch, 15. Juni 2011

Französisches Parlament sperrt sich gegen Homo-Ehe

Französisches Parlament sperrt sich gegen Homo-Ehe: Wir leben im Jahr 2011. Europa gilt als aufgeklärt. Trotzdem gibt es noch Flecken auf der Landkarte, die es mit der Aufklärung offenbar nicht ganz so ernst zu nehmen scheinen. Zu diesen Flecken zählt offenbar auch Frankreich. In unserem Nachbarland werden die sog. Homo-Ehen weiterhin nicht gestattet werden.

Die Sozialisten scheiterten mit einem entsprechenden Gesetzentwurf, der Ehen zwischen Schwulen und Lesben ermöglichen sollte. Die konservative Mehrheit im Parlament lehnte den Entwurf ab. 293 Gegenstimmen standen am Ende 222 Fürstimmen gegenüber.

Michel Diefenbacher, der dem Rierungsbündnisses UMP zuzuordnen ist, sagte in der Debatte vor der Abstimmung, dass sich Frankreich "weder nach dem Wind richten, noch Modeerscheinungen beugen" solle. In seinen Augen dürfe die Ehe nicht angetastet werden, weil sie "dem Schutz der Schwächsten, beginnend bei der Frau" diene.

Diese Aussagen müssen sich wie Ohrfeigen für alle gleichgeschlechtlichen Partner in Frankreich anhören. Ein Abgeordneter, der Homosexualität offenbar als Modeerscheinung versteht, ist für mich im Jahr 2011 nicht mehr tragbar. Aber ähnliche Aussagen könnte man in Deutschland auch von verschiedenen Abgeordneten der CSU erwarten.

So oder so, in meinen Augen ist es nur eine Frage der Zeit, bis überall in Europa Ehen zwischen Schwulen und Lesben erlaubt werden. Das gilt auch für Deutschland.

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