Freitag, 10. Juni 2011

Hassmersheim: Frau ein Jahr als Sklavin gehalten

Hassmersheim: Frau ein Jahr als Sklavin gehalten: Nach etwa einem Jahr hat eine 20-jährige Frau ihr Martyrium selbst beendet. Ein Jahr lang wurde sie von einer Familie in Hassmersheim als Sklavin gehalten und offenbar auch sexuell missbraucht, jetzt gelang ihr die Flucht durchs Fenster.

Bei der Familie handelt es sich um drei Personen, die die 20-jährige vermutlich mittels Gewalt und Drohungen zu Diensten im Haus zwangen. Immer wurde sie von einem Familienmitglied bewacht, wodurch ihr die Flucht verhindert wurde. Der Vater soll sie zudem sexuell genötigt haben.

Den Nachbarn wird erst im Nachhinein klar, was bei der Familie nicht gestimmt hatte. "Ein Hallo habe ich nie von ihr gehört", so Hausmeister Christian Pöppinghaus, über die 20-jährige, die auch außerhalb der Wohnung immer in Begleitung unterwegs war. "Im Nachhinein fällt schon auf, dass die Frau nie alleine war. Stets war jemand bei ihr, so als ob man sie bewachen wollte."

Der Hausmeister dachte immer, die 20-jährige gehöre zur Familie. Dass immer jemand bei ihr war, dabei dachte er sich nichts. Da die junge Frau abgemagert war, ungesund und ungepflegt wirkte, hatten sie die Töchter des Hausmeisters immer als Vogelscheuche bezeichnet. Mit dem jetzigen Wissen sei das allerdings gar nicht mehr witzig, fügt er hinzu. "Das ist entsetzlich!"

Am Mittwoch nahm ein Sondereinsatzkommando ihre mutmaßlichen Peiniger fest. Der Einsatz des SEK mit der Annahme, dass die Familie Waffen habe, war offenbar auch nicht unbegründet. "Als ich einmal dort war, habe ich eine Flinte gesehen. Dachte mir aber, das könnte auch ein Luftdruckgewehr sein", so der Hausmeister.

Ein Nachbar behauptet sogar, es habe bei der Familie bereits einen ähnlichen Fall gegeben. Schon einmal hätten sie ein Mädchen als Sklavin gehalten.

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