Montag, 6. Juni 2011

Iranische Fußballerinnen wollen nicht ohne Kopftücher auflaufen

Iranische Fußballerinnen wollen nicht ohne Kopftücher auflaufen: Weniger als drei Wochen vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Deutschland und damit dem meistbeachteten Ereignis im Frauenfußball, hat es einen Eklat um die Auswahl des Iran gegeben. Die Mannschaft ist zwar nicht für das Turnier qualifiziert, sorgt aber dennoch für negative Schlagzeilen.

Bei einem Qualifikationsturnier für die olympischen Sommerspiele in London in der jordanischen Hauptstadt Amman weigerten sich die Spielerinnen ohne Hijab aufzulaufen. In den Fifa-Statuten ist es allerdings untersagt eine solche religiöse Kopfbedeckung auf dem Spielfeld zu tragen.

Das Spiel gegen Gastgeber Jordanien konnte nicht stattfinden und wurde mit 0:3 gegen den Iran gewertet. Auch die übrigen Spiele gegen Vietnam, Thailand und Usbekistan wurden jeweils mit 0:3 gewertet.

Nachdem klar war, dass sie nicht spielen können werden, saßen die Spielerinnen des Iran weinend auf dem Rasen und beteten. Irans Fußball-Verbandspräsident Ali Kaffashian kündigte im Staatsfernsehen an Protest bei der Fifa einzulegen.

Der Sachverhalt ist in meinen Augen schwieriger als er auf den ersten Blick wirkt. Der Fifa wäre sicherlich kein Zacken aus der Krone gebrochen, wenn sie den Iranerinnen erlaubt hätte, mit Kopftuch zu spielen. Andererseits kann ich verstehen, warum man dies nicht zulassen wollte. Am Ende will dann jede Religion auf dem Fußballfeld Zeremonien abhalten.



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6 Meinungen:

Anonym hat gesagt…

Ersten ist die Aussage,dass iranische Fußballerrinnen nicht ohne Kopftuch auflaufen
wollen,nicht richtig.Sie dürfen gar nicht ohne
Kopftuch spielen.
Zweitens wenn schon die Spielerrinnen in der Vorrunde mit Hijab auftreten konnten,welcher
Grund hätte noch die FIFA sie nicht mehr mit Jordanien etc. spielen zu lassen und
das Spiel mit 0:3 zu bewerten.
Dies hat keinen sportlichen Grund !

Oli hat gesagt…

@ Anonym 23:54 Uhr - Ob sie nun nicht wollten oder nicht durften, ist im Endeffekt nebensächlich. Ich bin mir relativ sicher, dass es darüber bei den Spielerinnen auch unterschiedliche Meinungen gibt.

Was das mit der Vorrunde betrifft. Dies lief wahrscheinlich unter der Schirmherrschaft des asiatischen Fußballverbandes und in dessen Reglement ist das Tragen der religiösen Kopfbedeckung nicht verboten.

Anonym hat gesagt…

Natürlich ist das Kopftuchtragenmüssen
keine nebensächliche Sache,denn es ist sicher wenn eine iranische Frau Fußball spielt,nicht mit dem Hijab einverstanden ist,weil dies ihr spielen verhindert.Sie leiden natürlich darunter, aber sie haben leider keine andere Wahl.

Nicht nur der asiatische Fußballverband sollte
den Hijab beim Spiel erlauben, sonern auch die
FIFA,denn sie ist ein "interntionales" Fußball-
verband.

Oli hat gesagt…

@ Anonym 21:33 Uhr - Wie gesagt, das ist mir zu allgemein. Woher willst du wissen, dass keine der Spielerinnen die Kopfbedeckung tragen will?

Anonym hat gesagt…

Zu deiner Frage:
Ich weiß es,weil ich selber 3 Jahre in einer
iranischen Frauenfußballverein gespielt habe.

Oli hat gesagt…

@ Anonym 15:56 Uhr - Ok, mit deiner praktischen Erfahrung kann ich natürlich nicht mithalten. :)

Dann tut es mir natürlich Leid für die Frauen, denen so aufgrund von religiösem Starrsinn (oder sportlichem Starrsinn) die Möglichkeit genommen wird, großes zu leisten.

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