Freitag, 3. Juni 2011

Jemen: Sanaa wird zum Schauplatz blutiger Kämpfe

Jemen - Sanaa wird zum Schauplatz blutiger Kämpfe: Die Lage im Jemen hat sich wohl endgültig zu einem Bürgerkrieg entwickelt. In den letzten beiden Tagen seien Dutzende Menschen bei Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Stammeskämpfern, die von der einflussreichen Familie Al-Ahmar geführt werden, ums Leben gekommen.

Sanaa soll inzwischen eine geteilte Stadt sein. Der Süden befindet sich demnach unter der Kontrolle von Präsident Ali Abdullah Salih und der Norden in der Hand der Stämme. Bei den Kämpfen kommen offenbar auch schwere Waffen zum Einsatz. Es gibt Berichte darüber, dass die Stämme derzeit versuchen, tausende neue Kämpfer nach Sanaa zu bekommen.

Unterdessen hat US-Präsident Barack Obama seinen Antiterror-Berater John Brennan in die Region geschickt, um mit Präsident Salih über einen Rücktritt zu verhandeln. Ohne diesen Schritt dürften die Kämpfe im Jemen nicht zu stoppen sein. Allerdings steht zu bezweifeln, dass Brennan seine Mission erfolgreich wird beenden können. Salih schlug bereits zahlreiche Verhandlungen aus oder hielt sich nicht an Vereinbarungen.

Wie ernst die Lage in Sanaa ist, zeigt sich auch an der Tatsache, dass ausländische Vertretungen immer spärlicher besetzt werden. Die deutsche Botschaft verfügt demnach nur noch über eine Notmannschaft. Auch Diplomaten anderer Länder hätten den Jemen bereits verlassen.



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