Freitag, 17. Juni 2011

Julian Assange mit Video-Botschaft: "191 Tage ohne Anklage"

Julian Assange mit Video-Botschaft - "191 Tage ohne Anklage": Um Wikileaks ist es im Jahr 2011 erstaunlich ruhig geworden, nachdem die Enthüllungsplattform fast die gesamte zweite Hälfte des letzten Jahres die Medien bestimmt hatte. Der Höhepunkt wurde erreicht, als sich Julian Assange im Dezember den britischen Behörden stellte und festgenommen wurde.

Dem gebürtigen Australier werden in Schweden Sexualdelikte an zwei Frauen vorgeworfen. Im Februar entschied ein Gericht in London, dass er nach Schweden ausgeliefert werden dürfe. Assanges Anwälte legten dagegen Berufung ein. Seitdem zieht sich das Verfahren hin. Erst im Juli soll die Verhandlung fortgesetzt werden.

Assange selbst steht jetzt schon mehr als ein halbes Jahr in Großbritannien unter Hausarrest. Wie in einem jetzt bei YouTube veröffentlichten Video zu sehen ist, muss er sich dabei einmal täglich bei der Polizeistation in Norfolk melden und per Unterschrift seine Anwesenheit bekunden.

In dem Video mit dem Titel "191 Tage ohne Anklage" wird dann auch noch gezeigt, wie Assange zur Zeit seinen Tag verbringt. Freunde von Assange beklagen sich darüber, dass er den gesamten Tag überwacht wird. Der größte Kritikpunkt geht allerdings schon aus der Überschrift hervor. Er steht seit 6 Monaten unter Hausarrest, obwohl es keine Anklage gegen ihn gibt.



Ich kenne mich mit der britischen Justiz gar nicht aus, aber es erscheint mir auch seltsam, dass man jemanden in einem Rechtsstaat für 6 Monate unter Hausarrest stellen kann, ohne das eine Anklage vorliegt. Wo wir auch schon in Schweden wären. Wenn sich die dortige Justiz so sicher ist, warum hat sie dann keine Anklage erhoben? Das wirkt schon alles sehr verquer.

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