Freitag, 10. Juni 2011

Karl-Theodor zu Guttenberg geht ins Exil, zumindest 2 Jahre

Karl-Theodor zu Guttenberg geht ins Exil, zumindest 2 Jahre: Über Karl-Theodor zu Guttenberg, seine Doktorarbeit und sein politisches Vermächtnis ist viel geschrieben worden. Ich bin dem ganzen Thema eigentlich komplett überdrüssig und der Meinung, dass jede Erwähnung dieses Namens vergeudete Arbeit ist.

Diese Meldung wollte ich dann aber doch noch mal bearbeiten. Der ehemalige Verteidigungsminister hat offenbar vor samt Familie ins Exil zu gehen. Wie SpOn unter Berufung auf Guttenberg-Vertraute berichtet, möchte der Baron ein Sabbatical einlegen. Dazu plant er für mindestens 2 Jahren nach London oder in die USA zu ziehen. Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen. Vollzogen sein soll der Umzug jedenfalls zum Beginn des nächsten Schuljahres.

Dass das Wort Sabbat im Wort Sabbatical steckt, kommt dabei nicht von ungefähr. Allerdings habe ich irgendwie immer noch nicht das Gefühl, dass zu Guttenberg seinen Fehler wirklich einsieht. Ansonsten hätte er längst zugegeben, dass die Plagiate nicht aus Versehen entstanden sind.

Übrigens: Der 'Spiegel' berichtet auch, dass der ehemalige CSU-Politiker nach seinem Aufenthalt im Ausland eventuell wieder in die Politik zurückkehren möchte und bevor er Deutschland verlässt noch ein größeres Interview geben wolle. Ich kann mir schon lebhaft vorstellen, wie der Inhalt aussehen und in welchem Blatt es erscheinen wird.

Das mit dem Exil in der Überschrift ist übrigens mehr satirisch gemeint, weil mir beim Lesen dieser Nachricht irgendwie dieser Gedanke an einen gewissen Feldherren kam, der auch ins Exil gehen musste, später aber nochmal wiederkam, um sein Heimatland zu beglücken.

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2 Meinungen:

Anonym hat gesagt…

Guttenberg hat an der Bundeswehrreform großen Anteil und insbesondere bei der Aussetzung der Wehrpflicht sehr viel für die Bürger Deutschlands getan. Ein Politiker muss nicht immer ehrlich sein, wenn seine Leistung stimmt.
Auch solche Affären wie die Doktoraffäre sind natürlich peinlich und sehr wenig vorbildlich, aber nicht entscheidend für die Bewertung der Leistung eines Politikers.

Viele der - man muss es so nennen - Hetzer gegen Guttenberg befürworten einfach den Zwangsdienst für Männer und hassen Guttenberg wegen seiner Schlüsselrolle bei der Wehrpflichtaussetzung. Mehr ist da nicht dahinter. Ehrlich ist die Anti-Guttenberg-Hetze somit keineswegs.

Oli hat gesagt…

@ Anonym 14:28 Uhr - An der Bundeswehrreform hat er großen Anteil, das ist wahr. Allerdings scheint die Reform ja mehr als unausgegoren gewesen zu sein. Wenn man sich die Aussagen seines Nachfolgers mal ansieht.

Auch hier drückt sich der Verdacht auf, dass Guttenberg zunächst mal das in die Wege geleitet hat, was öffentlichkeitswirksam war (Aussetzung der Wehrpflicht) und sich um adäquaten Ersatz nicht wirklich durchdacht gekümmert hat. Deshalb fehlen jetzt auch die Leute für den Freiwilligendienst.

Von den Kosten der Reform, die eigentlich Geld sparen sollte, mal gar nicht gesprochen.

Zitat: "Ein Politiker muss nicht immer ehrlich sein, wenn seine Leistung stimmt".

Tut mir leid, der Satz ist einfach nicht richtig. Politiker müssen natürlich ehrlich sein. Gerade Politiker! Sie vertreten das Volk und brauchen daher dessen Vertrauen. Ohne Ehrlichkeit funktioniert das aber nicht. Das gilt für Politiker aller Parteien. Inwieweit dieser Anspruch der Wahrheit entspricht kann man sicherlich diskutieren.

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