Mittwoch, 1. Juni 2011

Libyen: Gaddafi betreibt in Tripolis Politik der verbrannten Erde

Libyen - Gaddafi betreibt in Tripolis Politik der verbrannten Erde: Was die französische Zeitung 'Le Figaro' heute unter Berufung auf diplomatische Kreise berichtet, müsste eigentlich auch den letzten überzeugen, der sagt, dass Muammar al-Gaddafi eigentlich doch gar nicht so schlimm ist, wie ihn der Westen macht.

Demnach sind im Verlauf des Bürgerkrieges bereits etwa 10.000 Menschen alleine in Tripolis getötet worden. Gaddafi betreibe eine Politik der verbrannten Erde, heißt es in dem Bericht. Neben den Getöteten seinen noch etwa 20.000 Menschen verhaftet worden. Dabei reiche es bereits aus, wenn man den Nachrichtensender Al-Jazeera einschaltet.

Die Diplomaten berichteten weiter, dass Häftlinge als menschliche Schutzschilde missbraucht werden. Außerdem seien mindestens zwei Fälle bekannt, bei denen Frauen auf Befehl vergewaltigt worden sind.

Telefongespräche würden permanent abgehört, um so auch nur den leisesten Anflug von Aufstand in Tripolis im Keim zu ersticken. Auch die anderen Maßnahmen kann man unter diesem Gesichtspunkt verstehen. Die Soldaten des Diktators sollen nicht einmal davor zurückschrecken, Krankenhäuser zu verwüsten. Gezielt sollen dabei auch Blutkonserven zerstört worden sein, um die Versorgung von Verletzten zu erschweren.

Dazu muss man sagen, dass die Zeitung 'Le Figaro' eher dem Lager von Präsident Sarkozy zuzuordnen ist. Nichtsdestotrotz halte ich die Berichte anhand der Dinge, die man in Misrata gesehen hat oder auch noch sieht für durchaus wahrscheinlich.



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