Mittwoch, 8. Juni 2011

Libyen: Gaddafi spricht von Märtyrer-Tod statt Kapitulation

Libyen - Gaddafi spricht von Märtyrer-Tod statt Kapitulation: Der libysche Diktator Muammar al-Gaddafi hat sich in einer am Dienstag im Staatsfernsehen ausgestrahlten Audiobotschaft zu Wort gemeldet. Er werde in Tripolis bleiben "tot oder lebendig", so der Diktator.

"Wir werden nicht kapitulieren, wir begrüßen den Tod, der Märtyrertod ist Millionen Mal besser", schwadronierte er. Im nächsten Moment forderte er seine Anhänger auf zu seinem Militärkomplex Bab al-Aziziya zu kommen. "Wir werden die Feinde besiegen, dieser Kampf wurde uns aufgezwungen", so Gaddafi.

Alleine die Tatsache, dass er sich nur mittels einer Audiobotschaft zu Wort meldete, zeigt aber, dass die Luftangriffe der Nato Wirkung zeigen. Gaddafi scheint nicht mehr über die Ressourcen zu verfügen, um öffentlichkeitswirksame Auftritte durchzuführen.

In der Nacht auf Mittwoch waren in Tripolis erneut schwere Explosionen zu hören. Offenbar attackierte die Nato erneut den Stützpunkt Bab al-Aziziya. Dazu kommt, dass Gaddafis Regime weiter schrumpft. Gestern trat Arbeitsminister Al-Amin Manfur von seinem Posten zurück.

Unterdessen reichte die Tochter Gaddafis bei der belgischen Staatsanwaltschaft Klage gegen die Nato ein. Einer ihrer Anwälte, der Franzose Luc Brossollet, erklärte, dass die Entscheidung ein Zivilgebäude in Tripolis anzugreifen ein Kriegsverbrechen sei.



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