Samstag, 4. Juni 2011

Sony schaltet FBI gegen "LulzSec" ein: Unverständnis!

Sony schaltet FBI gegen "LulzSec" ein - Unverständnis!: Gestern sorgte ein neuer Angriff auf eine von Sony geführte Website für Aufsehen. Den Hackern von Lulz Security will es gelungen sein, den Server der Website SonyPictures.com zu knacken und dabei Zugriff auf die Daten von einer Million Kunden zu erlangen.

Betroffen gewesen seien Namen, Anschrift, Mail-Adressen und Passwörter der Sony-Kunden. Die Passwörter sollen nicht einmal verschlüsselt gewesen sein. Lulz Security lud lediglich einige 1.000 Datensätze herunter und veröffentlichte sie zum Beweis des erfolgten Angriffs im Internet. Zur Begründung erklärte man, dass man zeigen wollte, wie unsicher Sonys Server sind.

Inzwischen reagierte Sony und entschuldigte sich bei den Geschädigten. Der Konzern erklärte, dass man das FBI eingeschaltet habe, damit jenes "die Verantwortlichen für die Straftat identifiziert und festnimmt".

Für mich ist diese Reaktion völlig unverständlich. Warum schaltet Sony jetzt das FBI ein? Hier hätte sich die Chance geboten auf die Hacker zu zugehen und mit diesen gemeinsam die Sicherheit der Server zu verbessern. Stattdessen holt Sony wieder mit der ganz großen Keule aus, was andere Hacker wiederum nur dazu provozieren wird, ihrerseits die Server von Sony-Angeboten unter die Lupe zu nehmen.

Wohlgemerkt: Der letzte Absatz hat nur Gültigkeit, wenn "LulzSec" tatsächlich nur die Schwachstellen aufzeigen wollte und nicht die Absicht hatte, die Daten zu stehlen.

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2 Meinungen:

Anonym hat gesagt…

Richtig so!! Denn im Voraus hatte die Hacker Gruppe "den Anfang vom Ende Sony's" Angekündet!!
Steckt die Hacker ins Gefängnis und lasst sie für Ihr Verbrechen bezahlen!

Die haben nämlich die genau gleiche Einstellung, wie Terroristen!!

Der Verfasser dieses Textes Urteilt ohne den genauen Sachverhalt zu kennen und das ist ein absolutes NO-GO!!

Oli hat gesagt…

@ Anonym 12:35 Uhr - Es besteht ein Unterschied zwischen Ankündigen und handeln. Wenn ich erzähle, dass ich mir nächste Woche nen Ferrari kaufe, heißt das noch lange nicht, dass ich das auch kann.

Wenn man sich anschaut, wie Sony in diesem Fall gehacked wurde, nämlich augenscheinlich mit einer einfachen SGL-Injection, und dazu noch die in Klartext gespeicherten Passwörter... Das ist grob fahrlässig, etwa so, wenn ich in den Urlaub fahre, die Türen und Fenster meiner Wohnung offen stehen lasse und mich hinterher Wunder, dass jemand die Bude leer geräumt hat.

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