Montag, 6. Juni 2011

Sprossen aus Niedersachsen als EHEC-Quelle: Gewissheit am Montag

Sprossen aus Niedersachsen als EHEC-Quelle - Gewissheit am Montag: Möglicherweise ist die Quelle der in Deutschland grassierenden EHEC-Welle endlich gefunden. Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) teilte gestern auf einer Pressekonferenz mit, dass eine deutliche Indizienlage auf Sprossen aus einem Betrieb aus dem niedersächsischen Kreis Uelzen spricht.

Sein Ministerium empfahl daher auch ohne, dass bislang ein Laborbeweis erbracht wurde, vorerst auf den Verzehr von Sprossen zu verzichten. Die Sprossen aus dem Betrieb seien an Gaststätten geliefert worden, bei denen später erkrankte gegessen hätten und dies gleich in mehreren fällen.

Mit einem labortechnischen Nachweis wird im Laufe des Montags gerechnet. Erst dann wird man sicher sagen können, ob man die Quelle der Infektionen gefunden hat. Dafür spricht jedenfalls auch die Tatsache, dass zwei Mitarbeiterinnen des betroffenen Betriebs ebenfalls an einer Durchfallerkrankung litten. Bei einer wurde der EHEC-Erreger nachgewiesen.

Sollte sich der Betrieb aus dem Landkreis Uelzen tatsächlich als Quelle der Infektionen herausstellen, dann ist völlig unklar, wie die Keime auf die Sprossen gelangt sind. Gülle werde jedenfalls keine verwendet.

Dementgegen dürfte die Erklärung wie sich die Bakterien so stark vermehren konnten, dass sie mehr als 1.500 Menschen krank machen konnten, relativ einfach. Die Sprossen werden in einer Trommel bei 38°C mit Wasserdampf herangezogen. "Das sind auch optimale Bedingungen für das Keimen anderer Keime", so Minister Lindemann.

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