Dienstag, 7. Juni 2011

WWDC 2011 ohne große Überraschung: Software wohin das Auge reicht

WWDC 2011 ohne große Überraschung - Software wohin das Auge reicht: Zum Song "I Feel Good" schritt Steve Jobs gestern Abend zur Bühne im Moscone Center in San Francisco. Die anwesenden Gäste und Journalisten jubelten ihm zu. Nach seiner Eröffnungsveranstaltung des WWDC 2011 könnte der Jubel dann jedoch etwas weniger euphorisch ausgefallen sein. Im Gegensatz zu den letzten Jahren verzichtete Apple auf größere Überraschungen.

Wer gehofft hatte, dass man die nächste Generation des iPhones zu Gesicht bekommen würden, hoffte ebenso vergebens, wie alle anderen, die auf neue Hardware spekuliert hatten. Der WWDC 2011 wird wohl eine reine Softwaremesse werden. Dies ließ sich auch daran erkennen, dass Jobs betonte "Software sei die Seele der Apple-Produkte". Vorgestellt wurden dann wie erwartet Mac Lion OS X, iOS 5.0 und iCloud.

Das neue Betriebssystem für Macs orientiert sich dabei eindeutig näher an den mobilen iDevices. So werden Apps künftig ähnlich wie beim iPhone auf dem Desktop dargestellt. Darüberhinaus erhielt das neue OS jede Menge kosmetischer Verbesserungen wie ein zeitgemäßes Mailprogramm und verbesserte Drahtloseigenschaften. Ab Juli wird Mac Lion OS X für 24 Euro zu haben sein.

Auf iOS 5 muss man hingegen noch bis zum Herbst warten. Gestern wurde jedenfalls schon klar, dass es eine "Over-the-Air"-Sync-Funktion mit iTunes geben wird. Außerdem wird es ein kleines Programm zur Bildbearbeitung geben, sowie weitere kleinere Verbesserungen.

Einen wirklich großen Schritt wagt Apple allerdings nur bei seiner iCloud. Der Dienst synchronisiert Kalendereinträge, Adressen, und E-Mails über mehrere Geräte, ohne, dass der Nutze etwas dafür tun muss. Außerdem soll das iDevice künftig einmal pro Tag ein Backup an die Cloud schicken. Mit diesem werden gekaufte Musik, Apps, Bücher, Fotos, Videos und Geräteeinstellungen gesichert. Den erwarteten Streamingdienst wird es zunächst allerdings nicht geben.

Ich persönlich bin, gerade was iCloud betrifft, relativ skeptisch. Das klingt für mich irgendwie so, als würde Apple seine Datensammelwut so verpacken zu versuchen, dass sie als etwas tolles und nützliches für den Nutzer erscheint. Das ist aber nur ein erster Eindruck, man wird abwarten müssen, wie iCloud anläuft. Erst dann ist ein abschließendes Urteil möglich.



Ein Video der gesamten Veranstaltung mit Steve Jobs findet man mittlerweile übrigens auch bei Apple.

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