Dienstag, 26. Juli 2011

Anders Behring B. möglicherweise wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt

Anders Behring B. möglicherweise wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt: Wie die norwegische Zeitung 'Aftenposten' am Dienstag unter Berufung auf Staatsanwalt Christian Hatlo berichtet, prüft die Justiz des skandinavischen Landes derzeit, in wie weit man den Attentäter von Oslo und Utoya, Anders Behring B., wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit belangen kann.

Der Grund dafür ist relativ simple. Die Höchsstrafe in Norwegen auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit liegt bei 30 Jahren. Wenn man B. wegen Terrorismus anklagt, kann er nach derzeit gültigem norwegischen Recht nur zu maximal 21 Jahren Haft verurteilt werden.

Eine Anklage wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit kommt in Betracht, weil der 32-jährige Massenmörder auf der Insel Utoya ein Sommer-Camp von Norwegens Sozialdemokraten überfallen hat. Die Staatsanwaltschaft könnte sich nun darauf berufen, dass B. sich der Verfolgung von Menschen wegen ihrer politischen Überzeugungen schuldig gemacht hat. Dieser Tatbestand fällt in Norwegen unter Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Tatsächlich scheint dies ein denkbares Szenario zu sein. Schließlich hatte sich B. auch in seinem Manifest immer wieder gegen die Sozialdemokratie gewandt und diese für den Untergang Europas verantwortlich gemacht. Meistens nutze er hierfür die Bezeichnung Marxisten.

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