Samstag, 2. Juli 2011

Arabischer Frühling: Marokko spricht sich für neue Verfassung aus

Arabischer Frühling - Marokko spricht sich für neue Verfassung aus: Der arabische Frühling hat auch in Marokko seine Spuren hinterlassen, wenn auch anders als in den meisten Staaten. Hier gab es verhältnismäßig nur wenige Proteste und kaum Gewalt der Sicherheitskräfte. Trotzdem kann die Revolution auch hier Erfolge vorweisen.

So stimmten die Marokkaner gestern bei der Volksabstimmung mit einer überwältigenden Mehrheit von 98 Prozent für eine neue Verfassung, die dem Parlament mehr Rechte einräumt und die Gewaltenteilung besser festlegt, als dies bislang der Fall gewesen ist. Über einige Eckpunkte dieser neuen Verfassung berichteten wird bereits in der Vergangenheit.

Gestern nun waren 13 Millionen Menschen aufgerufen ihre Stimme abzugeben. Gut drei Viertel von diesen sollen es auch gemacht haben. Vor einigen der insgesamt 40.000 Wahllokale im Land sollen sich lange Schlangen gebildet haben.

Doch es gibt auch Kritik an der Verfassung. Einigen Oppositionellen geht sie nicht weit genug. Sie kündigten neue Proteste an. Allerdings ist unklar, ob diese ein kritisches Ausmaß erreichen werden.

Das Problem in Marokko ist, dass der König, der auch mit der neuen Verfassung, trotz der formal erklärten konstitutionellen Monarchie, der mächtigste Mann im Land bleibt, sehr beliebt ist. Sein Sturz war daher von Anfang unwahrscheinlich.

Damit wir uns nicht falsch verstehen. Die neue Verfassung ist gewiss ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn der Prozess fortgeführt werden kann, könnte sich Marokko innerhalb von einigen Jahren weiter in Richtung Demokratie entwickeln.

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