Sonntag, 17. Juli 2011

Bundesbank-Chef Weidmann spricht sich erneut gegen Schuldenschnitt aus

Bundesbank-Chef Weidmann spricht sich erneut gegen Schuldenschnitt aus: Bereits in der vergangenen Woche hatte Bundesbankchef Jens Weidmann im Bezug auf die Griechenlandkrise Klartext gesprochen. In einem Interview mit der 'Bild am Sonntag' präzisierte der Banker seine Aussagen jetzt erneut. Dabei stellte er sich deutlich gegen den jetzt immer offener diskutierten Schuldenschnitt.

"Griechenland konsumiert deutlich mehr als es erwirtschaftet, der Staatshaushalt weist hohe Defizite auf. [...] So lange sich daran nichts ändert, schafft selbst ein Schuldenschnitt keine wirkliche Besserung", sagte er.

Gleichzeitig sprach er sich vehement gegen die sog. Euro-Bonds aus. "Das wäre der Schritt in die Transferunion, den Deutschland bislang zu Recht abgelehnt hat", so Weidmann. "Nichts würde die Anreize für eine solide Haushaltspolitik rascher und dauerhafter zerstören als eine gemeinsame Haftung für die Staatsschulden", erklärte der Ökonom.

Das Ergebnis von gemeinsamen Staatsanleihen der Euro-Länder wäre, dass die europäischen und vor allem die deutsche Steuerzahler für die gesamten Staatsschulden Griechenlands gerade stehen müssten, erläuterte er weiter.

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