Donnerstag, 7. Juli 2011

CDU-Kultusminister Bernd Althusmann unter Plagiatsverdacht

CDU-Kultusminister Bernd Althusmann unter Plagiatsverdacht: Politiker mit Doktortitel in Deutschland können sich ihrer Sache nicht mehr sicher sein. Soviel ist spätestens seit der Causa-Guttenberg bekannt. Seitdem geraten immer wieder Politikern unter Verdacht bei ihren Doktorarbeiten nicht sauber gearbeitet zu haben.

Nun ist ausgerechnet der niedersächsische Kultusminister Bernd Althusmann ins Visier der Plagiatsjäger geraten. Zu allem Überfluss ist Althusmann derzeit auch noch Präsident der Kultusministerkonferenz und somit so etwas wie der "oberste Bildungsbeauftragte" des Landes.

Auf 88 von 114 Seiten finden sich nach Recherchen der 'Zeit' Hinweise, dass sich Althusmann an fremden geistigen Eigentum bedient habe, ohne dies entsprechend zu kennzeichnen. "Der Leser wird getäuscht: und zwar über das Ausmaß der Fremdurheberschaft", erklärte der Rechtswissenschaftler Volker Rieble.

Athusmann selbst sprach in seiner Stellungnahme, ähnlich wie es zu Guttenberg zunächst getan hatte, von handwerklichen Fehlern, den Plagiatsvorwurf wies er aber zurück. "Einen Täuschungsversuch kann man hier wirklich nicht unterstellen", so Althusmann.

Der Politiker selbst betonte, dass die Universität Potsdam die Arbeit nun noch einmal überprüfen wird. Tatsächlich habe eine Analyse mit den gängigen Programmen keine Plagiate ergeben. Erst eine Feinanalyse habe die Mängel offenbart. Demnach habe Althusmann nicht direkt abgeschrieben, den Leser an einigen Stellen aber im unklaren darüber gelassen, welche Passagen er übernahm.

Mal unabhängig davon, was bei der Geschichte nun herauskommt. Für einen Kultusminister ist alleine schon der Verdacht sehr schädlich.

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