Samstag, 30. Juli 2011

Deutsche Bahn schafft trotz Kompromissvorschlag Fakten

Deutsche Bahn schafft trotz Kompromissvorschlag Fakten: Gestern noch überraschte Schlichter Heiner Geißler mit einem neuen Kompromissvorschlag zu Stuttgart 21 sowohl die Gegner als auch die Befürworter des Projekts. Doch schon heute sieht die Lage wieder ganz anders aus.

Es ist für mich kein Wunder, dass der an der Schlichtung beteiligte Bahn-Manager Volker Kefer gerade jetzt in der 'Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung' erklärt, dass die Bahn bereits Aufträge in Höhe von 700 Millionen Euro für Stuttgart 21 vergeben hat. "Damit wären 25 Prozent des Gesamtbauvolumens von Stuttgart 21 vergeben. Um zu verdeutlichen, wie ernst es uns ist: Die Vergabe ist erfolgt", so Kefer.

Damit macht er natürlich indirekt deutlich, was er und wohl die Bahn im Allgemeinen vom Kompromissvorschlag halten. Es geht sogar noch deutlicher. "Ich weise darauf hin, dass wir für Stuttgart 21 über die nötigen Planfeststellungsbeschlüsse und einen rechtskräftigen Finanzierungsvertrag verfügen. Dies gibt es für keine andere Idee, auch nicht für die von Dr. Geißler", sagte Kefer der Zeitung.

Mit Blick auf die Volksabstimmung und das damit evtl. verbundene Ende des Projekts sagte Kefer: "Wir werden natürlich weiterbauen. Wir werden völlig unaufgeregt dieses Projekt fortführen, so wie es notwendig, sinnvoll und richtig ist".

Die Bahn will jetzt also Fakten schaffen und verschärft den Konflikt mit den Gegner damit nur aufs neue. Zusätzlich entsteht der Eindruck, dass für die Bahn völlig unerheblich ist, was bei der Schlichtung rauskommt, man baut einfach. Diese Art der Wahrnehmung könnte den Widerstand erneut stärken.

Ich bin fast geneigt, mir zu wünschen, dass die Volksabstimmung Stuttgart 21 kippt, nur um zu sehen, wie sich die Bahn dann verhält. Wenn man sich die Äußerungen so ansieht, könnte man fast den Eindruck bekommen, dass dies auch egal wäre und man einfach weiterbauen würde.

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