Dienstag, 19. Juli 2011

DFB-Präsident Theo Zwanziger bittet zum Neid-Gipfel

DFB-Präsident Theo Zwanziger bittet zum Neid-Gipfel: Das schlechte Abschneiden der deutschen Frauen-Fußball-Nationalmannschaft bei der gerade erst zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft im eigenen Land beherrscht beim DFB offenbar weiter die Tagesordnung.

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa erklärte DFB-Präsident Theo Zwanziger: "Es ist kontraproduktiv, was jetzt von einigen Vereinsvertretern gemacht wurde, und ich halte es für absolut respektlos. Eine sachliche Analyse sollte für jeden wichtiger sein als Selbstinszenierung".

Mir dieser Aussage dürfte er wohl vor allem auf die Kritik von Bernd Schröder (Trainer Turbine Potsdam) und Siegfried Dietrich (Manager 1.FFC Frankfurt) an Silvia Neid angespielt haben. Zwanziger will die beiden Kritiker nun zu einem Treffen einladen. "Ich hoffe, dass die Herren Größe zeigen, auf Silvia Neid zugehen und ihr sagen: So haben wir das nicht gemeint und gewollt", so Zwanziger.

Schröder machte bereits deutlich, dass er keinen Grund sieht sich zu entschuldigen. Dem Sport-Inforamtions-Dienst (SID) sagte er: "Ich sehe derzeit keinen Anlass dafür. Silvia Neid muss selbst die Frage nach Ursache und Wirkung beantworten. Sie hat mich vor Wochen lächerlich gemacht. Ich bin aber gerne bereit, unter vier Augen mit ihr zu reden - ohne dass davon etwas an die Öffentlichkeit kommt".

Was Theo Zwanzigers Hoffnung auf eine Entschuldigung betrifft: Ich hätte mir von Zwanziger vor einigen Wochen auch die Größe gewünscht, sich nicht hinter Sepp Blatter zu stellen, sondern sich dem Vorstoß des englischen Verbandes bei Wahl zum Fifa-Präsidenten anzuschließen. Aber manchmal ist auch die größte Hoffnung vergebens.

Ich möchte damit übrigens nicht auf zynische Weise zwei Themen vermengen, sondern eher daraufhinweisen, dass Zwanziger von anderen Größe erhofft, die er meine Meinung nach selbst nicht in jeder Situation zeigt.

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