Samstag, 9. Juli 2011

Einheitliches Abitur?: Länder schlagen Staatsvertrag vor

Einheitliches Abitur? - Länder schlagen Staatsvertrag vor: Bildung ist in Deutschland Ländersache. Aber genau dies ist eines der größten Übel des Föderalismus in seiner jetzigen Form. Jedes Bundesland in Deutschland hat sein eigenes Bildungssystem und kocht somit auch sein eigenes Süppchen. Dies führt dazu, dass die Abschlüsse unter den Bundesländern kaum zu vergleichen sind, selbst wenn sie den selben Namen tragen.

Im Falle des Abitur kann dies für Schüler ernste Folgen haben, weil sich die Abschlüsse eben auch dermaßen unterscheiden, dass sie in einigen Bundesländern als leichter als in anderen gelten. Gerade mit Hinblick auf zulassungsbeschränkte Studiengänge, kann man hier sogar eine gewisse Ungerechtigkeit im deutschen Bildungssystem attestieren.

Dem wollen die Kultusminister einiger Bundesländer jetzt endlich entgegenwirken. Die zuständigen Minister aus Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern fordern einen Staatsvertrag zur Qualitätssicherung und bundesweiten Vereinheitlichung von Abitur und Realschulabschluss.

Dabei sei es zunächst das Ziel einen gemeinsamen Länder-Aufgabenpool für die Abiturprüfungen in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch zu erarbeiten. Andere Fächer und der vereinheitlichte Realschulabschluss sollen später Folgen.

"Alle weiteren Länder sind herzlich eingeladen, beim gemeinsamen Abitur mitzumachen", sagte Sachsens Kultusminister Wöller. Tatsächlich signalisierten Niedersachsen, Hamburg, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt ebenfalls Interesse an einem gemeinsamen Abitur-Aufgabenpool der Länder.

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