Dienstag, 19. Juli 2011

Google Belgien schließt nach Gerichtsurteil Verleger aus Index aus

Google Belgien schließt nach Gerichtsurteil Verleger aus Index aus: Der folgende Fall ist sehr interessant, weil er auch deutschen Verlegern erstmals deutlich aufzeigt, was passiert, wenn sie gegen Google klagen bzw. das geplante Leistungsschutzrecht durch massive Lobbyarbeit durchsetzen, weil sie für die Indexierung in Google News auch noch Geld von der Suchmaschine wollen.

In Belgien hat ein Gericht jetzt nämlich erschienen, dass Google.be die Inhalte von bestimmten Zeitungen der Vereinigung Copiepresse, die sich der Klage angeschlossen hatten, nicht mehr in Google News listen darf. Bei einer Zuwiderhandlung droht Google eine Strafe von 25.000 Euro pro Fall.

Da das Urteil nicht ganz eindeutig zu sein scheint und für Google so wohl die Gefahr bestand, dass die Strafe auch auf Ergebnisse der normalen Websuche gezahlt werden muss, verschwanden die Zeitungen am Freitag aus dem Index.

Das witzige daran ist, dass die Verleger jetzt plötzlich empört meinten, Google würde sie boykottieren. Wahrscheinlich bemerkten sie erst zu diesem Zeitpunkt, wie viel Traffic sie von Google eigentlich bekommen.

Google-Sprecher William Echiskson erklärte: "Wir würden uns sehr freuen, Copiepresse wieder aufzunehmen, wenn sie uns ihren Wunsch mitteilen, in der Google Suche aufzutauchen, und auf potentielle Strafmaßnahmen verzichten".

Die Verleger bemühten sich dann auch direkt klar zu stellen, dass sie nur bei Google News nicht mehr auftauchen wollen, in der normalen Google-Suche aber schon.

Ich kann den Schritt von Google in diesem Fall komplett nachvollziehen. Die Verlage erhalten sehr viel Traffic über Google und damit erzielen sie hohe Werbeeinnahmen. Sich dann hinzustellen und noch Geld dafür zu verlangen, dass Google den Traffic zu den Zeitungen lotsen darf, ist einfach nur dreist und in diesem Fall auch noch ein Schuss ins eigene Knie.

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