Freitag, 8. Juli 2011

"Great White Spot" auf Saturn setzte seit Dezember eine Trilliarde Kilojoule frei

"Great White Spot" auf Saturn setzte seit Dezember eine Trilliarde Kilojoule frei: Seit vergangenem Dezember lässt sich auf dem Saturn ein gewaltiges Unwetter beobachten. Astronomen zeigen seitdem großes Interesse an als "Great White Spot" bekannten Phänomen, das in zyklischen Abständen auf dem zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystems auftritt.

Bereits im Mai berichteten wir über dieses Phänomen. Damals hatten die Planetenforscher erste Daten des Sturms ausgewertet. Dabei stellte sich heraus, dass dieser einen Durchmesser von mindestens 100.000 Kilometer haben muss.

Nun gibt es neue Erkenntnisse über den "Great White Spot" auf dem Saturn. Im Magazin 'Nature' berichtete das Team des Österreichers Georg Fischer, dass mit dem Sturm extrem starke Gewitter einhergehen. Diese würden es in Höchstraten auf mehr als 10 Blitze pro Sekunde bringen. Dabei ist die Helligkeit der Entladungen 10.000 mal heller als bei Blitzen in der Erdatmosphäre.

Die Astronomen berechneten, dass der Sturm seit Dezember etwa eine Trilliarde Kilojoule Energie freigesetzt hat. Der derzeitige Energiebedarf der Erde ließe sich damit rund 2.000 Jahre decken. Die Fläche auf der der Sturm tobt ist mittlerweile vier Milliarden Quadratkilometern groß. Die Erdoberfläche hat die Größe von lediglich einem Achtel von den Ausmaßen des Sturms.

Dabei ist die Entstehung des Sturms wahrscheinlich ähnlich, wie die Entstehung von Wirbelstürmen und Gewittern auf der Erde. "Die elektrostatischen Entladungen sind sehr viel intensiver als die irdischen Blitze, aber ihre Dauer ist ähnlich. Auch die Mechanismen der Aufladung in den Wasserwolken von Saturn- und Erdgewittern sind wahrscheinlich vergleichbar", so die Forscher.

Die Ursache für das Wetter-Extrem liegt wahrscheinlich im Jahreszeitenwechsel auf dem Saturn. Derzeit ist die nördliche Hemisphäre, auf der der Sturm tobt der Sonne direkt zugewandt. Dadurch scheinen Temperaturunterschiede in der Atmosphäre zu entstehen, die sich dann in Stürmen entladen.



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