Mittwoch, 6. Juli 2011

Griechenland-Rettung: Angela Merkel contra Ratingagenturen

Griechenland-Rettung - Angela Merkel contra Ratingagenturen: Gestern hatten wir darüber berichtet, dass die Ratingagentur Standard & Poors die bisherigen Plänen zur Beteiligung privater Gläubiger an der Griechenland-Rettung als teilweisen Zahlungsausfall des Mittelmeerlandes ansehen würde. Damit wäre Griechenland faktisch für pleite erklärt worden und auf das weltweite Finanzsystem käme möglicherweise eine neue schwere Krise zu.

Dass diese Querfeuer von denjenigen, die derzeit versuchen den Rettungsschirm über Griechenland dicht zu machen, nur wiederwillig aufgenommen werden, liegt in der Natur der Sache. So äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisch gegenüber der Beurteilung der Ratingagentur.

Merkel sagte: "Was das Thema Ratingagenturen anbelangt, glaube ich, ist es wichtig, dass wir uns unsere eigene Urteilsfähigkeit nicht sozusagen wegnehmen lassen".

So sehr man die Bundesregierung und im speziellen Merkel kritisieren kann, in diesem Fall hat sie etwas immanent richtiges gesagt. Die Politik darf sich die Exekutive nicht von den Ratingagenturen aus der Hand nehmen lassen. Vielmehr sollte man eine Debatte anstoßen, wie es gelingen kann, die Macht dieser wohlgemerkt privatwirtschaftlichen Unternehmen zu beschränken.

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