Dienstag, 19. Juli 2011

Israel verurteilt palästinensische Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren vor Militärgericht zu Haftstrafen

Israel verurteilt palästinensische Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren vor Militärgericht zu Haftstrafen: Wir brauchen nicht darüber zu diskutieren, dass Israel ein Existenzrecht besitzt und von Terror bedroht wird. Trotzdem bekommt das Land in den letzten Jahren zunehmend ein Image-Problem und dieses kommt nicht von ungefähr.

Neuestes Beispiel: Laut einem gestern vorgestellten Bericht der israelischen (!) Menschenrechtsorganisation Betselem wurden von Anfang 2005 bis Ende 2010 über 800 palästinensische Kinder und Jugendliche im Westjordanland verhaftet und vor die Militärgerichtsbarkeit gestellt.

Von allen angeklagten sei lediglich ein einziger frei gesprochen worden. 93 Prozent der Kinder und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren seien wegen des Werfens von Steinen zu Haftstrafen zwischen einigen Tagen und 20 Monaten verurteilt worden.

34 der Angeklagten waren den Angaben der Menschenrechtsorganisation zu Folge 12 bis 13 Jahre alt, 255 im Alter von 14 bis 15 und 546 im Alter von 16 bis 17 Jahren. In dem Bericht heißt es weiter, dass die Militärrechtsprechung nicht internationalem und israelischem Gesetz entspreche.

Tatsächlich dürfen auch in Israel Kinder unter 14 Jahren nicht zu Haftstrafen verurteilt werden. Im Westjordanland ist augenscheinlich genau dies geschehen. An dieser Stelle kommt das Image-Problem ins Spiel. Israel darf sich exakt wegen solcher Geschichten nicht wundern, wenn die Kritik von den westlichen Verbündeten immer größer wird.

Mal ganz davon abgesehen, dass in dem Bericht auch zwei Drittel der Befragten angaben, während Verhören gewaltsam behandelt worden zu sein. So sei es nicht gestattet gewesen zu essen, zu trinken oder auf die Toilette zu gehen.

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