Sonntag, 17. Juli 2011

Libyen: Gaddafi klammert sich an seine Macht

Libyen - Gaddafi klammert sich an seine Macht: Der libysche Diktator Muammar al-Gaddafi ist derzeit wieder sehr fleißig, was das Verbreiten neuer Botschaften angeht. Binnen drei Tagen sendete er am Samstag die dritte Audio-Botschaft an seine Anhänger. Der Inhalt lässt darauf schließen, dass es unter Gaddafi zu keiner politischen Lösung des Konflikts kommen wird.

In der in Sawija vor einigen tausend Menschen ausgestrahlten Botschaft erklärte Gaddafi: "Sie fordern mich auf, (d. Red.: Libyen) zu verlassen, das ist lustig. [...] Ich werde niemals das Land meiner Vorfahren verlassen und das Volk, das sich für mich opfert".

Gaddafi verklärte in seiner Ansprache die Situation in den von Aufständischen gehaltenen Gebieten erneut völlig. Er führte aus, dass die Rebellen Ratten seien, die "das Volk in Bengasi, in Misrata und in den Bergen des Westens in Geiselhaft genommen" hätten und als menschliche Schutzschilder missbrauchen würden.

Gaddafi schwadronierte von fünf Millionen bewaffneten Libyern, die losmarschieren und die besetzten Städte befreien würden, sobald der Einsatzbefehl gegeben wird.

Die Realität sieht indes anders aus. Die Nato bombardierte in der Nacht auf Sonntag erneut Ziele in Tripolis. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP teilte mit, dass er mindestens 13 Explosionen registriert habe.

Unterdessen rücken die Rebellen nach eigenen Angaben erneut auf die wichtige Ölstadt Brega vor. Dabei seien sie allerdings durch zahlreiche Landminen und mit brennbaren Chemikalien gefüllte Gräben gestoßen. Dadurch sei der Vormarsch gebremst worden. Trotzdem würden die Rebellen nach Angaben eines Sprechers Boden gewinnen.

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