Sonntag, 31. Juli 2011

Massenproteste in Israel gegen steigende Lebenshaltungskosten und soziale Ungerechtigkeit

Massenproteste in Israel gegen steigende Lebenshaltungskosten und soziale Ungerechtigkeit: In Israel sind am Samstagabend in 10 Städten des Landes Zehntausende Israelis auf die Straße gegangen. Nach Polizeiangaben seien es zwischen 80.000 und 120.000 gewesen, die sich an den Protesten beteiligten.

Allein in Tel Aviv sollen sich bis zu 50.000 Menschen an einem großen Protestmarsch beteiligt haben. In Jerusalem sollen sich immerhin 15.000 Menschen vor der Residenz von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu versammelt haben. Sie hielten Plakate mit Aufschriften wie "Eine ganze Generation will eine Zukunft" in die Höhe. Es seien die größten Demonstrationen in Israel seit 40 Jahren gewesen.

Die Proteste richteten sich gegen die steigenden Lebenshaltungskosten und die zunehmende soziale Ungerechtigkeit in Israel. Dabei geht es konkret um immer weiter steigende Mieten und eine Verschlechterung des Bildungs- und Gesundheitssystems. In Tel Aviv ist es für junge Paare seit Monaten schwer eine bezahlbare Wohnung zu finden.

Außerdem wird auch die weit auseinandergehende Schere zwischen Arm und Reich in Israel als Auslöser für die Proteste gesehen. Die Kluft zwischen den obersten und untersten sozialen Schichten in Israel gilt als eine der größten in den westlichen Industriestaaten.

Rückenwind bekam die Bewegung durch die einflussreiche Gewerkschaft 'Histadrut', die erklärte, alles tun zu wollen, um die Forderung der Demonstranten zu unterstützen. Am Montag soll es einen ersten Versuch geben, einen Generalstreik in Israel auszulösen.



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