Sonntag, 31. Juli 2011

Neuer Zwischenfall mit Kohlenmonoxid in Berlin

Neuer Zwischenfall mit Kohlenmonoxid in Berlin: So schrecklich es auch klingt, das Unglück mit Kohlenmonoxid, bei dem in dieser Woche eine 6-köpfige Familie im Berliner Stadtteil Köpenick ums Leben kam, hat zwei Männern am Samstag vermutlich das Leben gerettet.

Die beiden 34- und 35-jährigen Männer hätten am Samstagmorgen plötzlich über schwere Kopfschmerzen geklagt. Ohne das Unglück in Köpenick hätten sie wohl nicht die Feuerwehr gerufen und wären jetzt vermutlich tot. Als die Rettungskräfte bei der Wohnung in Berlin-Prenzlauer Berg ankamen, stellten sie hohe Konzentrationen von Kohlenmonoxid im Blut der beiden Männer fest. Diese seien daraufhin in ein Krankenhaus gebacht worden.

Spezialisten untersuchen nun die Wohnung der beiden Männer auf die Quelle des Kohlenmonoxids. Die Polizei wollte zunächst weder Leichtsinn und Baupfusch noch eine bewusste Manipulation ausschließen. Für eine Manipulation gebe es zwar keine Hinweise, aber die Mieter sollen seit langer Zeit im Streit mit der Hausverwaltung gelegen haben, deshalb wolle die Polizei auch ein solches Szenario nicht ausschließen.

Bislang geht man davon aus, dass Handwerker die Abzugsrohre der Heizungsanlage verschlossen haben. Als die beiden Männer am Freitag die Heizung wegen der niedrigen Temperaturen aufdrehten, konnte die Kohlenmonoxid-Konzentration daher ansteigen. "Hätten die Betroffenen nicht sofort reagiert, hätte sich die Giftgaskonzentration weiter erhöht und beide Männer durchaus das Leben kosten können. Sie hatten wirklich Glück", hieß es bei der Feuerwehr.

Die beiden Betroffenen konnten inzwischen wieder in ihre Wohnung zurückkehren. Sie vermuten die Hausverwaltung hinter dem Zwischenfall. "Man will uns hier raus haben, mit allen Mitteln", sagte einer der Männer. Da mit der Heizung zuvor alles in Ordnung gewesen sei, müssen die Rohre erst in den letzten Tagen verriegelt worden sein, argumentieren sie. Angeblich hat die Hausverwaltung einen Räumungstitel gegen die Mieter erwirkt, mit dessen Gültigkeit derzeit aber noch Gerichte befasst sind.

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