Freitag, 22. Juli 2011

Neues Rettungspaket für Griechenland soll Schuldenlast von 160 auf 136 Prozent drücken

Neues Rettungspaket für Griechenland soll Schuldenlast von 160 auf 136 Prozent drücken: Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone haben sich gestern wie erwartet auf ein neues Hilfspaket für Griechenland geeinigt und so zumindest vorerst den Druck aus der Schuldenkrise Europas genommen.

Mit insgesamt 109 Milliarden Euro soll der griechische Staat gestützt werden. An diesem Paket beteiligen sich auch private Gläubiger in einem erstaunlich hohen Umfang. Bis 2014 sollen die Banken 50 Milliarden Euro zur Rettung Griechenlands beisteuern.

Darüberhinaus wird der ESFS mit neuen Befugnissen ausgestattet. Wie bereits im Vorfeld des Gipfels diskutiert wird der Fonds künftig in der Lage sein, Staatsanleihen von Banken direkt aufzukaufen. Auf diese Weise soll die Zinslast für Griechenland gemildert werden. Der ESFS wird mit diesem Schritt zu so etwas wie einem europäischen Währungsfonds.

Vor einem Schuldenschritt, der mittlerweile von der Mehrzahl der Experten für notwendig erachtet wird, schreckte der Gipfel aber weiterhin zurück. Unter dem Strich soll die Staatsverschuldung Griechenlands aber trotzdem noch in diesem Jahr gesenkt werden, was für mich einer Art verkapptem Schuldenschnitt entspricht.

Demnach wird die Verschuldung der Griechen durch die Beteiligung privater Gläubiger von 160 Prozent der Wirtschaftsleistung um 12 Prozent auf 148 Prozent gesenkt. Weitere 12 Prozent sollen durch die Senkung der Zinssätze für Kredite des ESFS gewonnen werden. Die Schuldenlast würde damit noch bei 136 Prozent liegen.

Im Herbst soll es dann zu einem Anleihentausch mit dem Fonds kommen. Besitzer griechischer Staatsanleihen werden in einem begrenzten Zeitraum die Möglichkeit bekommen, ihre Papiere gegen neue vom EFSF garantierte Papiere zu tauschen. Diese sollen eine Laufzeit von 15 bis 30 Jahren haben und mit 3,5 Prozent verzinst werden. Der Zinssatz ist deutlich niedriger als auf derzeitige Staatsanleihen Griechenlands.

Ihr wollt immer auf dem Laufenden bleiben? Dann abonniert doch einfach unseren kostenlosen RSS-Feed oder verfolgt uns bei Facebook.

0 Meinungen:

Kommentar veröffentlichen

Bitte schickt euren Kommentar nur einmal ab. Bedenkt, dass bei uns jeder Kommentar eine Moderation durchläuft. Kommentare mit rechtswidrigen Inhalten, Beleidigungen und offensichtliche Werbung werden nicht freigeschaltet.

Ansonsten würden wir uns freuen, wenn ihr auch auf unserer Facebook-Fanpage mitdiskutiert.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...