Freitag, 22. Juli 2011

Proteste in Malawi: 18 Demonstranten bei regierungskritischen Kundgebungen getötet

Proteste in Malawi - 18 Demonstranten bei regierungskritischen Kundgebungen getötet: Offenbar ist der Funke der Revolution von Nordafrika nun auch auf den Südosten des Kontinents übergesprungen. Seit Mittwoch gehen die Menschen in Malawi in allen größeren Städten des Landes auf die Straße um gegen Präsident Bingu wa Mutharika zu protestieren.

Die Demonstranten werfen ihm Misswirtschaft und Missachtung der demokratischen Rechte vor. Das Auswärtige Amt und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderten beide Seiten dazu auf, auf Gewalt zu verzichten und stattdessen einen Dialog zu führen.

Ungeachtet dessen sind bereits die ersten Todesopfer der Demonstrationen zu beklagen. 18 Menschen verloren bislang mindestens ihr Leben. Das Gesundheitsministerium des Landes teilte mit, dass die meisten von ihnen durch schwere Blutungen gestorben seien. Was genau sich dahinter verbirgt ist unklar. Die Opfer sollen jetzt obduziert werden.

Menschenrechtsaktivisten berichteten, dass die Sicherheitskräften neben Tränengas in einzelnen Städten auch Schusswaffen mit scharfer Munition gegen Demonstranten eingesetzt hätten.

Präsident Mutharika zeigte sich von den Ereignissen bislang unbeeindruckt. "Ich werde das Land weiter regieren. Gemäß der Verfassung liegt die Regierungsführung in meinen Händen und nirgendwo anders", sagte er in einer Radioansprache.



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