Samstag, 16. Juli 2011

Quadriga-Preis 2011 fällt aus: Wladimir Putin sorgt für Zerwürfnis

Quadriga-Preis 2011 fällt aus - Wladimir Putin sorgt für Zerwürfnis: Der Quadriga-Preis wurde normalerweise an Personen aus dem Kreis der Politik verliehen, die sich in besonderem Maße für die Demokratie eingesetzt haben, auch wenn der Preis offiziell nicht für lupenreine Demokraten ausgewiesen ist. Dass die Verleihung im Jahr 2011 ausfallen muss, kann man daher als Spiegelbild der derzeitigen Demokratiekrise sehen.

Der Grund für den Ausfall heißt Wladimir Putin, auch wenn er nicht direkt etwas für den Ausfall kann. Eigentlich sollte Putin den Preis in diesem Jahr bekommen. Der russische Ministerpräsident gilt aber nicht gerade als Kämpfer für Demokratie, um es freundlich auszudrücken. Deshalb kam es zum Zerwürfnis innerhalb des Kuratoriums. Die geplante Verleihung an Putin ist daher ein zweites Spiegelbild der Demokratiekrise.

So erklärten Grünen-Chef Cem Özdemir und der Heidelberger Historiker Edgar Wolfrum ihren Rückzug aus der Jury, weil sie mit der Verleihung an Putin nicht einverstanden waren. Auch Barbara Monheim zog sich aus dem Gremium zurück. Sie begründete den Schritt mit der öffentlichen Kommunikation und der internen Verfahrensweise, die bei der Quadriga inakzeptabel seien.

Zusätzlich drohte mit dem ehemaligen tschechischen Präsident Vaclav Havel einer der berühmtesten Preisträger damit, die Auszeichnung zurückzugeben. Preisträger Olafur Eliasson gab seine Quadriga sogar schon aus Protest zurück.

Unter diesem Eindruck und der Kritik aus der Politik (Erika Steinbach (CDU) sieht nur noch Rettung für den Preis, wenn die Putin-Entscheidung rückgängig gemacht wird!) entschloss sich das Kuratorium die Verleihung in diesem Jahr komplett abzusagen.

Ich hätte es auch wirklich sehr sehr seltsam gefunden, wenn man diesen Preis an Wladimir Putin verliehen hätte. Die Wirkung wäre die selben gewesen, wenn George W. Bush den Friedensnobelpreis erhalten hätte.

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