Dienstag, 19. Juli 2011

Reale Nettolöhne von Geringverdienern trotz Aufschwung stark geschrumpft

Reale Nettolöhne von Geringverdienern trotz Aufschwung stark geschrumpft: Deutschland geht es gut. Das Staatsdefizit schrumpft, die Wirtschaft wächst und die Löhne steigen. So ist zumindest der einhellige Tenor der Regierungspolitik.

Dass dies aber nur die halbe Wahrheit sein könnte, zeigt ein Zeitungsbericht der 'Berliner Zeitung'. Unter Berufung auf ihr vorliegende Zahlen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung berichtet das Blatt, dass Geringverdiener im Vergleich zur Jahrtausendwende preisbereinigt Einbußen von 16 bis 22 Prozent bei den realen Nettolöhnen hinnehmen mussten.

Im Durchschnitt auf alle Einkommensgruppen berechnet, steht immerhin noch ein Minus von 2,5 Prozent zu Buche. Pickt man sich hingegen die Beschäftigten in der höchsten Einkommensgruppe heraus, bekommt man einen Lohnzuwachs von etwa einem Prozent.

Sollten die Zahlen so wirklich stimmen, zeigt sich hieran gut, wie die Schere zwischen Arm und Reich in den letzten 10 Jahren innerhalb Deutschlands weiter aufgegangen ist. Man muss sich hier nämlich auch vor Augen halten, dass ein Plus von einem Prozent in der höchsten Einkommensklasse monatlich schon mehrere hundert Euro betragen kann, während ein Minus von 20 Prozent bei Geringverdienern etwa dem selben Betrag entsprechen dürfte.

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