Dienstag, 26. Juli 2011

Reiner Haseloff in der Kritik: Vergleich von Namensschildern mit dem Judenstern

Reiner Haseloff in der Kritik: Vergleich von Namensschildern mit dem Judenstern: Reiner Haseloff, der Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, gerät aktuell mächtig in die Kritik. Grund dafür ist ein historischer Vergleich, den Kritiker als unakzeptabel ansehen.

Es geht um das Thema der Kennzeichnungspflicht für Polizisten. Haseloff verglich die Kennzeichnung mit dem Judenstern. Als "völlig an den Haaren herbei gezogen", sieht das jedoch der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer.

In einem Rundfunkinterview hatte Haseloff (CDU) gesagt: "Auch aus der deutschen Geschichte halte ich eine Kennzeichnungspflicht für Menschen schlicht und einfach für unerträglich und unakzeptabel." Der Zentralrat der Juden ist geschockt über diesen Vergleich und ist überzeugt: "Natürlich hat er die Nazi-Zeit gemeint!" Kramer sagte zudem, Haseloff habe inzwischen gemerkt "dass er Blödsinn erzählt hat und versucht jetzt, die Kurve zu kriegen."

Angesichts Haseloffs Äußerung zeigen sich andere Politiker fassungslos. SPD-Innenexperte Sebastian Edathy sagte, die Äußerung sei "völlig unverständlich und abstrus". Auch Jan Korte, Bundestagsabgeordneter der Linken, war der Meinung, dass man zum Thema der Kennzeichnungspflicht unterschiedlicher Meinung sein könne, doch dieser Vergleich mache ihn fassungslos.

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