Freitag, 1. Juli 2011

Studenten häufiger nervlich krank: Immer mehr Medikamente gegen psychische Störungen

Studenten häufiger nervlich krank: Immer mehr Medikamente gegen psychische Störungen: Der Juli ist für die meisten Studenten die heißeste Zeit im Jahr. Nicht nur wetterbedingt, gerade in diesem Monat stehen die meisten Prüfungen an und es muss gebüffelt werden, was das Zeug hält. Fünf Klausuren, drei mündliche Prüfungen, eine Hausarbeit und für jedes Modul noch eine entsprechende Vorleistung sind normal.

Zum Lernen bleibt kaum Zeit. Bei einer Woche mit 30 Semesterwochenstunden ist es wahrlich schwierig, Zeit zum Büffeln zu finden, möchte man sich doch nebenher auch sportlich betätigen und auch das soziale Engangement darf ja nicht zu kurz kommen. Ach ja, einen kleinen Nebenjob hat man ja auch noch, von allein finanziert sich das Studium leider noch nicht. Meine Woche ist vollgepackt und ich blicke schon hoffnungsfroh in Richtung der Semesterferien. Insofern man welche hat.

Studenten leiden immer öfter unter dem stets zunehmenden Stress und so werden bei ihnen auch immer häufiger psychische Störungen diagnostiziert, die dann wiederum mit Medikamenten behandelt werden müssen. Das hat nun der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse ergeben. Chef Norbert Klusen ahnt, woran das liegt: "Die Vermutung liegt nahe, dass die jüngsten Reformen in der akademischen Ausbildung nicht spurlos an den jungen Menschen vorbeigehen."

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär der deutschen Studentenwerkes, führt weiter aus, dass die Anforderungen an die Studenten zwar hoch sind, doch das ist nicht das einzige Problem: "Die gesellschaftlichen Erwartungen sind genauso hoch, wenn nicht unerfüllbar, und die Studierenden setzen sich selbst unter Druck." So wundert es niemanden, dass fünf Prozent der Studentinnen und drei Prozent der männlichen Hochschüler inzwischen Medikamente gegen psychische Probleme bekommen.

Nun werden vermehrt Beratungsstellen eröffnet, die den Studenten unter die Arme greifen wollen. Doch eine wirkliche Lösung für das Problem haben auch sie nicht.

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2 Meinungen:

Anonym hat gesagt…

Vielleicht sind die Studenten nur deshalb gestresst, weil sie alle 3 Minuten nachsehen müssen, was ein anderer Student auf FACEBOOK, Twitter und Co. gepostet hat.

Das akademische Niveau ist meiner Meinung nach in den letzten 15 Jahren deutlich abgesunken - daran kann es nicht liegen.

Alexandra hat gesagt…

Bei einigen mag das durchaus zutreffen, aber das ist wohl eher die Minderheit. Ob die Anforderungen tatsächlich gesunken sind, kann ich nicht beurteilen, aber mit dem Bologna-Prozess hat sich einiges geändert, das Studium wurde gestaucht, und das sollte man dennoch nicht vergessen.

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