Samstag, 16. Juli 2011

Zeitungsbericht: Sämtliche Patras-Server wegen Trojaner abgeschaltet

Zeitungsbericht - Sämtliche Patras-Server wegen Trojaner abgeschaltet: Vor einigen Tagen machte eine Hacker-Gruppe namens 'n0 N4m3 Cr3w' Schlagzeilen, als sie Daten des Ortungssystems 'Patras' veröffentlichte, die sie nach eigenen Angaben aus einem Rechner des Zolls entwendete.

Nun berichtet 'Focus Online', dass das neue Cyber-Abwehr-Zentrum beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Meldung an Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich geschickt habe, in der die Experten davor waren, dass jeder Server des Peil- und Ortungssystems 'Patras' mit einem Trojaner infiziert sein könnten.

Unter Berufung auf eigene Recherchen berichtet 'Focus Online' weiter, dass die betroffenen Server von Landeskriminalämtern, Bundeskriminalamt (BKA) und Zoll abgeschaltet werden mussten. Sogar die zentrale Überwachungsplattform der Bundespolizei in der Kaserne in Swisstal-Heimerzheim sei betroffen. Der Ausmaß des Schadens lasse sich bislang noch nicht abschätzen. Es sei aber möglich, dass geheime Ermittlungsverfahren im Internet auftauchen.

Der Datendiebstahl von vor zwei Wochen erfolgte von einem Server der Observationseinheit des Zoll in Karlsruhe. Daraufhin sah man die Schuld schnell beim Zoll. Wie der oben verlinkter Bericht nun aber nahelegt, trägt der Zoll keine Schuld an dem Desaster.

Demnach soll die Bundespolizei vermutlich geschlampt haben. Einem Untersuchungsbericht, der 'Focus Online' vorliegen soll, zu Folge, habe die Bundespolizei den zentralen Server des 'Patras'-Systems in Swisstal-Heimerzheim nur mit einer handelsüblichen Virenschutz-Software gesichert. Dies sei geschehen, um Kosten zu sparen.

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