Sonntag, 17. Juli 2011

Zeitungsbericht: Steuerzahler zahlt für Sommerinterview mit Bundespräsident Christian Wulff

Zeitungsbericht - Steuerzahler zahlt für Sommerinterview mit Bundespräsident Christian Wulff: Wie quasi jeden Sommer versuchen vor allem die beiden großen öffentlich-rechtlichen Sender die Zeit, in der in der Politik nur wenig geschieht, mit so genannten Sommerinterviews zu überbrücken.

Dabei werden die wichtigste Politiker Deutschlands meist vor einer Urlaubskulisse befragt. Den Anfang machte in diesem Jahr das ZDF mit einem Sommerinterview mit Bundespräsident Christian Wulff auf der Nordseeinsel Norderney.

Das Problem dabei: Wulff hatte zu diesem Zeitpunkt noch gar keinen Urlaub, wie die 'Bild am Sonntag' morgen in ihrer Ausgabe berichtet. Zwar sei es durchaus richtig, dass Wulff mit seiner Familie Urlaub auf Norderney machen will, dieser steht allerdings erst in ein paar Wochen an.

Aus diesem Grund ließ sich der Bundespräsident mit seinem Diensthubschrauber für das Interview auf die Nordseeinsel fliegen und dann natürlich auch wieder zurück. Die Kosten für diesen Kurztrip trägt natürlich der Steuerzahler. Dabei hatte das ZDF Wulff mit Blick auf einen vollen Terminkalender sehr wohl angeboten das Interview ausnahmsweise nicht am Urlaubsort zu machen.

Wirklich viel Fingerspitzengefühl hat der Bundespräsident damit nicht bewiesen. Der Bürger hat für gewöhnlich nämlich sehr wenig Verständnis für Steuerverschwendung, auch wenn es im Vergleich zu den hohen Staatsschulden "nur" um Beträge von einigen tausend Euro geht. Aber mit diskussionswürdigem Verhalten im Zusammenhang mit Urlaub kennt sich Wulff ja aus. Man erinnere sich nur an die Geschichte mit der Maschmeyer-Villa.

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