Montag, 8. August 2011

Assad-Regime unter Druck: Arabische Welt wendet sich ab!

Assad-Regime unter Druck - Arabische Welt wendet sich ab!: Wegen des brutalen Vorgehens gegen die eigene Bevölkerung gerät das Regime von Bashar al-Assad international immer stärker unter Druck.

Nachdem die USA und die EU schon lange Sanktionen gegen Damaskus verhängt und ein sofortiges Ende der Gewalt gefordert hatten, übte auch Syriens Verbündeter Russland am Ende der vergangenen Woche Druck aus. Der russische Präsident Medwedew warnte Assad in einem Brief vor einem bösen Erwachen und brachte so wohl Ausdruck, dass Russland nicht unabdingbar hinter Damaskus steht.

Auch die Türkei erhöhte am Wochenende den Druck. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan erklärte im Fernsehen, dass er die Geduld mit Damaskus verloren habe und die Situation in Syrien mittlerweile ein türkisches Problem geworden sei. Noch im Laufe dieser Woche soll der türkische Außenminister nach Syrien reisen.

Auch immer mehr arabische Staaten wenden sich vom syrischen Regime ab. Bereits am Samstag forderte der Golf-Kooperationsrat Reformen und ein Ende der Gewalt. Gestern sendete auch die arabische Liga entsprechende Signale. "Der Generalsekretär der Arabischen Liga Nabil al-Arabi hat die syrischen Behörden aufgerufen, allen Gewalthandlungen und Einsätzen der Sicherheitskräfte gegen Zivilpersonen unverzüglich ein Ende zu setzen", hieß es bei der Organisation.

Am deutlichsten wurde allerdings Saudi-Arabiens König Abdullah. In einer im TV verlesenen Erklärung sagte er: "Die Todesmaschinerie und das Blutvergießen müssen gestoppt werden. [...] Was in Syrien geschieht ist für Saudi-Arabien nicht zu akzeptieren. [...] Für Syriens Zukunft gibt es zwei Optionen: Weisheit oder Chaos". Um seinen Ausführungen Nachdruck zu verleihen, ließ Abdullah seinen Botschafter aus Damaskus abziehen.

Noch zeigt sich das Regime Syriens unbeeindruckt von der Kritik aus aller Welt. Am Wochenende sollen bei der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten erneut Dutzende Menschen getötet worden sein. Es dürfte allerdings klar sein, dass auch ein Bashar al-Assad nicht auf ewig dem Druck aus dem Ausland und vor allem nicht von verbündeten Staaten standhalten kann.

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