Freitag, 12. August 2011

Kampf gegen Spekulationen: Frankreich, Italien, Spanien und Belgien verbieten Leerverkäufe

Kampf gegen Spekulationen - Frankreich, Italien, Spanien und Belgien verbieten Leerverkäufe: Es ist ein Signal an die Finanzmärkte. Angesichts der Turbulenzen der vergangenen Tage und der Spekulationen gegen einzelne Euro-Länder oder deren Baken haben Frankreich, Italien, Spanien und Belgien Leerverkäufe für zwei Wochen verboten.

"Heute haben einige Behörden beschlossen, Verbote von Leerverkäufen einzuführen oder auszudehnen", hieß es in einer Erklärung der Europäischen Börsenaufsichtsbehörde Esma vom Donnerstag-Abend. Ziel der Entscheidung sei es, die Möglichkeit, Gewinne durch die Verbreitung von Gerüchten Gewinne zu machen, einzuschränken.

"Wir haben uns entschlossen (...), die Leerverkäufe für elf am französischen Markt notierte Banken und Versicherungen zu verbieten, und zwar für eine Dauer von 15 Tagen", sagte der Präsident der französischen Börsenaufsicht AMF, Jean-Pierre Jouyet, der Nachrichtenagentur AFP.

Den sog. Leerverkäufen wird eine gewisse Mitschuld am Enstehen der Finanzkrise im Jahr 2008 zugeordnet. Bei Leerverkäufen verkauft ein Anbieter ein Produkt, im Falle der Finanzmärkte meist Devisen oder Wertpapiere, das er zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht besitzt. Bis zum Liefertermin muss er sich daher mit dem Produkt eindecken. Daraus entsteht zwangläufig die Spekulation, dass man ein Produkt zum Zeitpunkt y mit dem Wert x verkauft, aber die Ware zum Zeitpunkt y+z zum Wert x-q kauft und schließlich liefert. Q ist somit der Gewinn für den Händler, der den Leerverkauf ausführt.

Es handelt sich also um hochspekulative Geschäfte. Der Schritt diese zu verbieten, ist völlig richtig und nachvollziehbar. Die Frage ist lediglich, warum man diese nicht gleich dauerhaft komplett verbietet?

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