Montag, 1. August 2011

Kronprinz Maha Vajiralongkorn will Boeing 737 mit Privatgeld freikaufen

Kronprinz Maha Vajiralongkorn will Boeing 737 mit Privatgeld freikaufen: Vor einigen Wochen sorgte die Posse um die gepfändete Boeing 737 des thailändischen Kronprinzen Maha Vajiralongkorn für einiges Schmunzeln. Die Geschichte entwickelte sich sogar zu einer kleinen Staatsaffäre, als Thailand offizielle Vertreter wie den Außenminister nach Berlin schickte.

Hintergrund war, dass der thailändische Staat Zahlungen an eine deutsche Baufirma für den Bau einer Autobahn zum Flughafen Don Muang in Bangkok nicht leistete. Die Firma ging inzwischen in die Insolvenz. Der Insolvenzverwalter ließ das Flugzeug daraufhin pfänden. Seitdem steht es auf dem Flughafen München. Das Landgericht Landshut legte die Auslösungssumme auf 20 Millionen Euro fest.

Nun könnte sich die Affäre aufklären. Am Sonntagabend ließ der Kronprinz eine Erklärung verlauten, in der es hieß, dass er mit seinem Privatvermögen für die Auslösung aufkommen wolle. Zwar habe er nichts mit den Forderungen zwischen der Baufirma und dem thailändischen Staat zu tun, aber der Vorfall gefährde seinen Ruf.

Unklar blieb allerdings zunächst, wie viel Geld der Kronprinz für seine Maschine zahlen will. Sollte der Betrag nicht hoch genug sein, wird die Boeing wohl weiterhin in München als Mahnmal, dass man seine Schulden an deutsche Gläubiger lieber bezahlt, stehen.

Dass Maha Vajiralongkorn mit seinem Ruf argumentiert ist kein Wunder. Die königliche Familie gilt in Thailand als unantastbar. Auf Königsbeleidigung stehen sogar hohe Gefängnisstrafen. Es ist also keine Überraschung, dass er lieber jetzt als morgen sein Flugzeug zurückhaben will. Wie wirkt es denn auf die Untertanen, wenn ein fremder Staat einfach das Flugzeug des gottgleichen Königsspross' beschlagnahmt.

Ihr wollt immer auf dem Laufenden bleiben? Dann abonniert doch einfach unseren kostenlosen RSS-Feed oder verfolgt uns bei Facebook.

0 Meinungen:

Kommentar veröffentlichen

Bitte schickt euren Kommentar nur einmal ab. Bedenkt, dass bei uns jeder Kommentar eine Moderation durchläuft. Kommentare mit rechtswidrigen Inhalten, Beleidigungen und offensichtliche Werbung werden nicht freigeschaltet.

Ansonsten würden wir uns freuen, wenn ihr auch auf unserer Facebook-Fanpage mitdiskutiert.

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...