Donnerstag, 18. August 2011

Syrien: Assad bezeichnet Militäraktionen gegen das eigene Volk für beendet

Syrien - Assad bezeichnet Militäraktionen gegen das eigene Volk für beendet: Seit Monaten geht das syrische Militär in verschiedenen Städten des Landes gegen die eigene Bevölkerung vor. Wohngebiete werden mit Panzern und auch Kanonenbooten beschossen. Scharfschützen richten Demonstranten hin und überall verschwinden Menschen, ohne das es ein Lebenszeichen von diesen gibt. Unabhängige Schätzungen gehen davon aus, dass bislang zwischen 1.800 und 2.000 Menschen dem brutalen Vorgehen der Streitkräfte zum Opfer gefallen sind.

Dahinter steht das Regime von Bashar al-Assad, der versucht das aufbegehrende Volk statt mit echten Reformen mit brutaler Gewalt zu unterdrücken. Mit diesem Vorgehen hat er sich seine eigene Legitimation genommen und die Protestbewegung, die erst nur Reformen forderte gegen sich aufgebracht. Mittlerweile wird auf allen Demonstrationen seine Abdankung gefordert.

Wie es dazu passt, dass Assad in einem Telefonat mit Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon erklärt hat, dass die Militäraktionen in dem Land beendet seinen, weiß ich nicht. Jedenfalls versicherte der Diktator, dass die Gewalt der Regierungstruppen eingestellt worden sei.

Eine Bestätigung dafür gibt es bislang nicht. In Syrien werden immer noch keine Reporter zugelassen, die Assads Aussagen überprüfen könnten.

Ich persönlich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass die Repressionen beendet sind. Vielleicht lässt Assad nicht mehr das Militär feuern, weil es hier mehr und mehr Abspaltungsbewegungen gibt. Stattdessen könnte der Diktator auf die Geheimdienste setzen und versuchen den Aufstand mit Massenverhaftungen niederzuschlagen. Ein Zeichen für baldigen Frieden in Syrien sind die Aussagen in meinen Augen jedenfalls nicht.

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