Donnerstag, 4. August 2011

Verurteilter Mörder Magnus Gäfgen will Schmerzensgeld

Verurteilter Mörder Magnus Gäfgen will Schmerzensgeld: Sicherlich, auch verurteilte Mörder haben Rechte. Auch wenn es manche stören mag, für einen Rechtsstaat ist dies ein unabdingbare Bedingung. Was Markus Gäfgen allerdings betreibt, mag formal sein gutes Recht sein, aber von einem moralischen Standpunkt aus gesehen, ist es einfach nur verwerflich.

Der verurteilte Mörder und Kindesentführer fordert vor einem Gericht Schmerzensgeld, weil ein Polizist ihm bei einem Verhör mit "unvorstellbaren Schmerzen" gedroht hatte. Wohl gemerkt: Der Polizist sprach die Drohung aus, um Gäfgens Opfer Jakob von Metzler zu finden, das zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits tot war. Das Landgericht in Frankfurt am Main wird heute verkünden, ob Gäfgen in diesem Zusammenhang tatsächlich Schmerzensgeld zusteht.

Basis dieses Vorgangs ist, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte bereits im vergangenen Jahr festgestellt hatte, dass die Drohung der Polizisten eine "unmenschliche Behandlung" gewesen seien. Mit den Klagen durch alle Instanzen wollte Gäfgen, der 2003 zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, eine Wiederaufnahme seinen Verfahrens erreichen. Dies wurde ihm jedoch verwährt.

Im aktuellen Prozess geht es um eine Forderungen von 10.000 Euro Schmerzensgeld gegen das Bundesland Hessen. Gäfgen argumentiert, dass er durch die Drohung traumatisiert worden sei.

Wie auch immer das Urteil ausfällt, man kann Markus Gäfgen eigentlich nur hassen. Er argumentiert, dass er durch das Verhör wegen seines schrecklichen Verbrechens traumatisiert worden sei und drückt damit für meine Begriffe aus, dass er sich als Opfer sieht und keinerlei Reue für seinen Mord an einem 11-jährigen Kind empfindet.

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