Sonntag, 14. August 2011

Widerstand gegen Eurobonds sinkt: Weg zur Transferunion endgültig besiegelt?

Widerstand gegen Eurobonds sinkt - Weg zur Transferunion endgültig besiegelt?: Bislang hatte sich die Bundesregierung und vor allem Finanzminister Schäuble vehement gegen die von gemeinsamen Staatsanleihen der Euroländer, die sog. Eurobonds, gewährt. Angesichts der immer noch schwelenden Schuldenkrise scheint dieser Widerstand nun langsam schwächer zu werden.

Die "Welt am Sonntag" zitiert heute eine Quelle aus Regierungskreisen mit den Worten: "Die Bewahrung der Euro-Zone mit all ihren Mitgliedern hat für uns absoluten Vorrang". Im Zweifelsfall sei man daher bereit eine Transferunion und gemeinsame europäische Staatsanleihen zu akzeptieren. Innerhalb der Koalition mache sich die Überzeugung breit, dass sich die Euro-Zone nur noch durch solche Schritte retten lasse.

Eurobonds würden die gesamte Eurozone quasi zu einem einheitlichen Schuldner machen. Dies hätte zur Folge, dass besser aufgestellte Länder wie Deutschland die Zinsen für hochverschuldete Länder wie Griechenland drücken. Dadurch würden allerdings die Zinsen für Deutschland steigen.

Finanzminister Schäuble ist allerdings immer noch gegen die Eurobonds. Am Samstag sagte er dem 'Spiegel': "Ich schließe Eurobonds aus, solange die Mitgliedstaaten eine eigene Finanzpolitik betreiben und wir die unterschiedlichen Zinssätze benötigen, damit es Anreize und Sanktionsmöglichkeiten gibt, um finanzpolitische Solidität zu erzwingen".

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